Experimenteller Nachweis der Wechselwirkung von Bewußtsein und Materie

Von Marcus Schmieke

Dieses Modell der Wechselwirkung zwischen dem bewußten Selbst und der materiellen Energie hat einige einfache Konsequenzen, die Licht auf einige der scheinbar unerklärlichen Phänomene werfen, die von Parapsychologen beobachtet wurden. Abb. 3 zeigt Daten, die von Dean Robert Jahn von der School of Engineering of Princeton University und seinen Kollegen aufgenommen und veröffentlicht wurden.

Jahn und seine Kollegen haben die Fähigkeit vieler Menschen untersucht, auf mentale Weise Vorgänge zu beeinflussen, die den physikalischen Theorien entsprechend unabhängig vom menschlichen Willen geschehen sollten. Sie haben eine umfangreiche Serie von Experimenten durchgeführt, bei denen sie sogenannte Zufallsgeneratoren verwendeten. Das sind Versuchsanordnungen, die durch einen physikalischen Vorgang wie dem elektronischen Rauschen einen Strom von Plus- und Minus-Symbolen generieren, die zufällig mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 zu 50 auftreten. Die laufende Gesamtsumme von Plus und Minus wird auf einem Bildschirm dargestellt, der von einer menschlichen Person beobachtet wird. Die Person versucht die Darstellung auf dem Bildschirm durch ihren Willen entweder in positive oder in negative Richtung zu beeinflussen.
Abb. 3 Darstellung der Versuchsergebnisse von Dean Robert Jahn, die die Abweichung der gemessenen Daten von den theoretisch erwarteten Werten deutlich macht.
Theoretisch sollte die Gesamtsumme von Plus und Minus eine zufällig schwankende Kurve um die Nullmarke herum ausbilden, wie es die statistische Theorie voraussagt, doch Jahn und seine Kollegen haben festgestellt, daß die Kurve eine deutliche Tendenz in eine bestimmte Richtung zeigen kann, die statistisch höchst bedeutend sein kann, wenn viele Personen sich wünschen, daß sie in diese Richtung tendiert. In dieser Figur repräsentiert die Kurve, die mit PK+ markiert ist, das kumulierte Resultat der Versuche vieler Personen, die Darstellung auf dem Bildschirm in positive Richtung zu beeinflussen, und die Kurve PK– repräsentiert die Resultate der entsprechenden Versuche, die Darstellung auf dem Bildschirm in negativer Richtung zu beeinflussen. Die BL-Kurve repräsentiert die Grundlinie, die man erhält, wenn man den Zufallsgenerator in Abwesenheit jeder beobachtenden Person laufen läßt. Das interessante Ergebnis ist hierbei, daß sowohl die PK+ als auch die PK– Kurve dazu tendieren, außerhalb der parabolischen Kurve zu bleiben, die die Standardabweichung vom Mittelwert für den theoretischen Zufallsprozeß darstellt. Statistisch gesehen ist dies höchst unwahrscheinlich.

In diesen Experimenten erscheint es, als verhalte sich die Bildschirmdarstellung auf unerwartete Weise, weil sich die Quelle des zufälligen Rauschens auf unerwartete Weise verhält. Es läßt sich zeigen, daß die Elektronik, die die Quelle mit dem Bildschirm verbindet, immer normal funktioniert. Dieses Ergebnis ist irgendwie beunruhigend, denn (1) hat die beobachtende Person kein bewußtes Wissen über die Quelle oder die Elektronik, die sie mit dem Bildschirm verbindet und (2) fand in einigen Experimenten die Erzeugung der Zufallsdaten durch die Quelle bereits einige Zeit vor dem Zeitpunkt statt, zu dem die beobachtende Person begann, an dem Experiment teilzunehmen und sich entschied, die Darstellung auf dem Bildschirm in einer bestimmten Weise zu beeinflussen. Hierdurch wird nahegelegt, daß die Zufallsereignisse bereits in der Quelle in anormaler Weise erzeugt werden, so daß sie später Effekte hervorbringen, die mit dem Willen des Beobachters übereinstimmen. Dieses Ergebnis scheint dem Gesetz von Ursache und Wirkung zu widersprechen, das normalerweise in physikalischen Theorien für wahr gehalten wird.