VEDISCHE PHILOSOPHIE UND KULTUR:

Die vedische Kultur – eine Kultur des Wissens

Von Marcus Schmieke

Die vedische Tradition weist Eigenschaften auf, die auf ihren transzendentalen Ursprung und das Wirken der Persönlichkeit Gottes hinweisen.

1) Zeitlosigkeit


Die vedischen Schriften und Überlieferungen sind das einzige literarische Werk einer historischen Hochkultur, das keine Hinweise auf eine vorhergehende Kultur liefert, aus der heraus sie sich entwickelt hätte. Diese Feststellung wurde von dem Weisen Jaimini schon in vedischer Zeit vor mehr als 5 000 Jahren getroffen, der darauf in einem seiner Werke hinweist. Die vedischen Schriften weisen sogar ständig auf ihren zeitlosen Ursprung hin und berichten von einer Kultur, die bis zu den Anfängen dieses Universums historisch nachvollziehbar ist.

Die Richtigkeit der vedischen Zeitangaben wird vor allem durch deren astronomische Nachvollziehbarkeit deutlich. Alle wichtigen Zeitpunkte wurden in vedischer Zeit durch Angabe der astronomischen Konstellation festgehalten und können heute exakt berechnet werden.

2) Überlieferung

Trotz starker äußerer Einflüsse und Zerfall des vedischen Weltreiches sind die Schriften und die lebendigen spirituellen Traditionen über die Jahrtausende erhalten geblieben und durch das Erscheinen göttlich inspirierter Lehrer immer wieder mit ihrer ursprünglichen Bedeutung verbunden worden. Diese göttlich inspirierten Lehrer vertraten über Jahrtausende die gleiche Botschaft und konnten sie trotz veränderter äußerer Umstände immer in ihrer reinen Form zugänglich machen. Ihr Erscheinen, das in vielen Fällen allen materiellen Voraussetzungen widersprach, ist wohl einer der deutlichsten Hinweise auf das direkte Wirken Gottes in der vedischen Tradition.

3) Literatur

Keine andere Tradition hat solch ein umfangreiches literarisches Werk überliefert, das alle Bereiche transzendentalen und materiellen Wissens in einheitlicher Form enthält und miteinander verbindet.

4) Die Schülernachfolgen

Das vedische Wissen wird von Generation zu Generation durch den wissenschaftlichen Vorgang der Schülernachfolge übermittelt. Die Personen, die die Stufe transzendentaler Erkenntnis erreichen, geben das Wissen durch eine transzendentalen Vorgang der Wissensvermittlung an ihre Schüler weiter. Diese Schülernachfolgen existieren seit Anbeginn der vedischen Kultur bis in die heutige Zeit und können jeweils eine ununterbrochene Nachfolge und ihren transzendentalen Ursprung nachweisen.

5) Übereinstimmung mit anderen Schriften

Die vedischen Schriften stehen in Einklang mit allen anderen Schriften göttlichen Ursprungs, indem sie deren untereinander bestehenden Widersprüche erklären und in einem höheren Verständnis auflösen.